Exorzismus der Volkssouveränität

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ heißt es. Hmm. Zumindest geht in die demokratischen Verfassungen des „Westens“ die Idee der „Volkssouveränität“ ein und damit die Idee, „dass die Gesetzgebung ausschließlich dem ‚Volk‘ zukomme“. Ingeborg Maus hat dazu ein Anregendes Buch geschrieben, das uns einen kritischen Blick auf die „Lage der Nation“ erlaubt.

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Flexible Experten

Platon war kein Epidemiologe und er wusste doch einiges über sie. Aber das ist lange her. Experten sind einfach wichtig – und werden von Philosophen immer noch unterschätzt. Sie sind Wissenschaftler und ändern deshalb ihre Meinungen, ähm, Erkenntnisse – und das ist ja gut so auch wenn’s nicht immer ganz billig ist. Wir tragen jetzt Masken – viele 5 mal 8 Stunden die Woche. Und wenn’s jetzt dann doch ein bisschen wärmer wird ... es ist für ne gute Sache, sagen unsere Experten.

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Poltisches Amt – Ermächtigung zur Macht

Politik gilt vielen als schmutziges Geschäft. Und dabei berufen sich die Gebildeten auf Machiavelli. Bei ihm könne man lesen, was Politik wirklich ist. Das stimmt vielleicht – ohne dass diejenigen, die sich auf ihn berufen, wirklich immer wüssten, was sie damit meinen. Wie so mancher Klassiker wird Machiavelli viel zitiert und wenig gelesen. Und das ist schade. Er ist wirklich lesenswert.

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Whatever it takes

Kann man zur Corona Virus/Covid-19 Epidemie etwas Vernünftiges sagen, wenn man kein Virologe oder Epidemiologe ist? Die Politik muss jedenfalls entscheiden. Kann auch philosophisches Nachdenken etwas beitragen? Es wird zumindest viel über Ethik und Grundwerte geredet. Beim Nachdenken bin ich auf denkende Distanz gegangen und hab‘ zum Pfefferspray gegriffen.

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Die Erkrankung der Grundrechte

Die Seuchenbekämpfung erlaubt die „Einschränkung“ von Grundrechten. Das Corana Virus / COVID-19 wurde jetzt zur Pandemie erklärt, die die „Einschränkung“ von Grundrechten erlaubt. Von „Einschränkung“ von Grundrechten kann aber eigentlich nicht die Rede sein – und das ist genau das Beunruhigende.

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Der Helden Wahnsinn

Die Tragödien von Sophokles, seine „Antigone“ oder sein „Ödipus“, gehören zum Grundbestand der abendländischen Kultur. Und doch tun wir uns schwer mit ihnen. Sie wirklich ernst nehmen heißt, sie in ihrer Fremdheit wahrnehmen und uns von den Alten etwas sagen lassen, das uns Modernen verlorenging. Sophokles „Aias“ kann uns dann mehr sagen als uns lieb ist.

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Taufe – eine Antwort

Die Taufe ist für Christen ein „heilsnotwendiges“ Sakrament: keine Seligkeit ohne Taufe. CDH hat in einem schönen Beitrag (Live and Let Die) die Bedeutung der Verwandlung in der Taufe herausgestellt. Aber immer mehr Christen tun sich damit schwer. Worin soll die Notwendigkeit liegen? Um sich darauf einen Reim zu machen, hat HL Gründe gesucht und glaubt sie gefunden zu haben.

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Tocotronische Mystik

Auf dem unzugänglichen Weg zu Bonaventura, dem Doctor seraphicus und Meister der Mystik, helfen mystische Erfahrungen aus tocotronischer Adoleszenz. Damals konnten wir verträumt mit Dirk Mark E. Smith zum Pizza-Essen treffen. Jetzt setzen wir uns zu Giovanni Fidanza, genannt Bonaventura, und plaudern mit ihm.

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On what there is …

... oder eben nicht. – Manche Leute haben ein Image-Problem. Das ist wirklich groß, es ist eine existentielle Frage. Sie sagen, sie kommen aus Bielefeld und alle wissen – haha – das gibt’s ja gar nicht. Jetzt haben Leute, die behaupten aus Bielefeld zu sein, einen Preis ausgeschrieben. Für den Beweis der Nichtexistenz von Bielefeld haben sie ein Million Euro ausgelobt. Wir sind dabei. Wer sollte einen Beweis der Nichtexistenz des Nichtexistenten besser geben können als Philosophen.

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Der zwanglose Zwang der Athene

Jürgen Habermas hat vom „zwanglosen Zwang des besseren Arguments“ gesprochen. Es ist Epiphanie, das Erscheinen von Athene. Die Anerkennung Athenes, die Wahrnehmung des Selbstverständlichen, ist Selbstverwirklichung. Am Anfang der abendländischen Kultur wird uns gesagt: Es gibt kein wahrhaft gutes Argument ohne Erscheinen der Götter.

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Abschiedsbrief

Robert Spaemann, einer der letzten Selbstdenker, brillanter Schreiber, knorrig-unabhängiger Querkopf und dementsprechend eines unserer großen und verehrten Vorbilder, ist am vergangenen Montag im Alter von 91 Jahren gestorben. HL verabschiedet sich.

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