Die perfekte Welle – Du kannst nicht glauben, dass sie bricht

Am 31. Dezember 2019 berichtete ProMED – ein internationales Netzwerk zur Früherkennung von Infektionsausbrüchen – über eine „mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan“. „Bild Online“ und „Zeit Online“ griffen es als erste auf. Bild titelte „SARS wieder da?“ Es gab nämlich unter den 1,4 Milliarden Chinesen besorgniserregende 27 daran Erkrankte, also in Worten siebenundzwanzig. ProMED versicherte auch: „die Bürger brauchen nicht in Panik zu geraten“. Warum „in Panik geraten“ fragt man sich da und wird besorgt. Am 26. Februar geht dann Christian Drosten mit seinem Podcast beim NDR auf Sendung. Die Öffentlichkeit fordert Aufklärung durch Experten, hieß es, denn schließlich gab es in Deutschland schon 18 positiv Getestete und in ganz Europa etwas über 400!? Damit beginnt eine beispiellose Medienschlacht, die nun von Walter van Rossum aufgearbeitet wird. Lesenswert!

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Milgram revisited

Viele kennen es, das Milgram Experiment von 1961. Es sollte uns auch ein wenig helfen, aus der Geschichte zu lernen. ‚We do what we’re told‘ sollte sich nicht mehr ereignen – wir sollten stattdessen vorher ausführlich nachdenken, ob das auch alles richtig ist, was man uns sagt. Verbindet man aus aktuellen Anlass Milgram mit einem anderen Experiment, dann wird es ... na lassen Sie sich überraschen.

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Deutschlandglotzen

Was soll man erwarten, wenn großes Feuilleton aufs Fernsehen guckt? Wir werden manch Kritisches zu hören bekommen. Gerhard Stadelmaier, lange Jahre „leitender“ Theaterkritiker der FAZ, hat jetzt „Ganze Tage vor dem Fernseher“ verbracht. So der Untertitel seines Ende 2020 herausgebrachten „Essays“ Deutschlandglotzen.

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Keine Zensur

Hier auf „Philosophisches zur Zeit“ soll kein Blödsinn stehen. Alles, was ich dafür halte, bleibt hier verbannt. Das möchte ich einfach so. Wenn mir also etwas zur Veröffentlichung angeboten wird, das mir nicht gefällt, dann wird’s einfach nichts Philosophisches zur Zeit. Ist das Zensur? Ich denke nicht. Wäre es anders, wenn ich Zuckerberg hieße und meine Seite keine philosophische, sondern nur ein facebook wäre, wenn darauf nicht gedacht, sondern nur gezwitschert würde? Ich denke nicht. Aber ein klein wenig über Zensur nachzudenken, kann auch nicht schaden, oder?

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Was wurde da nicht gefeiert?

Und auch viel reflektiert. Letztes Jahr, 30 Jahre danach. 30 Jahre, das gilt als eine Generation – Generation „Neues Deutschland“, in einem vereinigten Volk, weil „zusammenwächst, was zusammengehört“!? Gut, das mag ein wenig „völkisch“ klingen. Gehen wir’s besser mal rechtsstaatlich oder staatsrechtlich an. Oder anders gefragt: Wissen Sie eigentlich, was am 18. Januar vor 150 Jahren war? Na, es wundert mich schon, dass darüber gar nicht geredet wird. Und sei’s nur wegen der Wieder-Vereinigung.

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Jetzt auch noch Winter!?

  • Beitrags-Kategorie:Ethik

Es schneit. Jetzt wird’s noch gefährlicher. Es sind schlimme Verletzungen zu erwarten. Das mag man sich alles gar nicht vorstellen. Aber wir dürfen vor dieser uns alle betreffenden Gefahr nicht die Augen verschließen. Wir müssen unbedingt die Überlastung unseres Gesundheitssystems verhindern. Also sind wir gezwungen, uns kurzzeitig einzuschränken und auf liebgewordene „Freiheiten“ zu verzichten. Das ist schlicht ein Akt der Solidarität. Tatsächlich können wir hier einiges tun.

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Unantastbar

Wer heute vom Grundgesetz spricht, macht sich verdächtig. Schnell wird er zum Feind der freiheitlich demokratischen Grundordnung erklärt, der sich nur aus niederen Beweggründen aufs Grundgesetz beruft. Warum müsste er sich denn aufs Grundgesetz berufen, wenn er nicht gegen die öffentliche Ordnung wäre? Ihm scheinen Freiheiten und „seine“ Menschenrechte bedroht, wo es doch jetzt um Leben und Tod geht. Also Moral und Solidarität vor Schutz von Grundrechten?! Mir scheint „die Moral von der Geschicht’… ist wirklich sehr sehr wackelig“ – und alles andere als „unantastbar“.

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Dem scholastischen Nachdenken nacheifern

Im 12. und 13. Jahrhundert verlässt die Wissenschaft die abgelegenen Klöster und zieht in die Städte. Erste Universitäten gründen sich. Es kommt zu einem Aufbruch der Vernunft, der das Geistesleben Europas nachhaltig prägt. Er trägt den Namen Scholastik. Und ihr nachzueifern kann auch der modernen Philosophie nur helfen.

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Eine Art zu leben

Würde ist nicht nur ein Rechtsgut, es ist eine „Art zu leben“. Das meint der Schweizer Philosoph Peter Bieri. Unter dem Namen von Pascal Mercier hat auch er sehr erfolgreiche Romane veröffentlich (z.B. „Nachtzug nach Lissabon“). Wenn er sich der Würde zuwendet, dann darf man nicht nur begriffliche Klärungen erwarten, sondern vermuten, dass er „die Vielfalt der menschlichen Würde“ geschichtenreich vergegenwärtigt.

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Soridalität

Wir leben, so meinen manche, in dunklen Zeiten. Sie braucht Aufklärung und Solidarität. Ernst Jandl bringt hier sprachliche Erleuchtung und zeigt die richtige „lichtung“?

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Drewermann – ein „Querdenker“ vom Geiste Paneloux

Die Linke hat sich Corona ergeben. Sie reihen sich ein – „machen sich gleich“ – mit den Söders, Macrons und den Gewinnern der Krise. Gut, es gibt da jetzt ein paar Stimmen. Und Drewermann gehört dazu. Er hat sich schon mit vielen angelegt. Und nicht alles muss man gleichermaßen gut finden. Auch die Kirchen haben sich „coronisiert“. Auch sie haben die Alten und Kinder in die Isolation entlassen. Ich habe dort geistliche Stimme vermisst – einen Rufer in der Corona Wüste. Einen Paneloux. Drewermann versucht’s.

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Joachims Traum

Mit Giotto di Bondone (um 1270 - 1337) beginnt die „neue“ Malerei. Wir verdanken ihm einige der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte. Mit ihnen machen wir existentielle Erfahrungen, z.B. die von „Joachims Traum“. Er wollte nichts anderes als den Himmel auf Erden zeigen.

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