In der Höhle

Wenn Sie an Platon denken in der Nacht, dann könnten Sie in der Höhle seines Gleichnisses erwachen. Mit seinem Höhlengleichnis scheint Platon ein düsteres Bild unseres menschlichen Daseins zu malen. Philosophen und politische Aufklärer haben darin vor allem auch ihr trauriges Schicksal wiedererkannt: Sokrates musste sterben, weil er Licht in die Höhle gebracht und die Kräfte der Gefangenen entfesselt hat. Das Gleichnis zeigt aber auch, dass alles ganz anders sein kann, wenn wir Politik anders verstehen.

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Euthydemos

Wir lieben unsere Kinder und wollen, dass es ihnen gut geht. Dafür sind wir viel zu geben bereit. Die Sache ist freilich gar nicht so einfach. Was müssen wir ihnen mitgeben, damit sie es guthaben und ihr Leben glücklich führen können? Dem geht Platon im Dialog Euthydemos nach, nicht sein größtes Meisterwerk, aber das Werk eines der größten Meister der Philosophie.

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Für welches Team entscheiden Sie sich?

  • Beitrags-Kategorie:Ethik

Es geht ums Spiel unseres Lebens. Im Buch Wer wenn nicht wir? von Sven Böttcher[1] spielen „Team Bill“ und „Team Mensch“. Das Spielfeld ist die Erde. Ziel beider Teams ist…

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Was sagt dazu das Völkerrecht?

Der tägliche kurze Blick aus dem Elfenbeinturm zeigt immer wieder manch Erstaunliches.
Heute fällt er auf eine länderübergreifende „Polizeiaktion“ (?), die wie gewollt tödlich endete.

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Die Schwierigkeit, es ernst zu meinen

Der Merkur ist eine Institution in der Kulturlandschaft der Bundesrepublik. Er wurde 1947 gegründet und nennt sich Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken. In ihm hat fast jeder veröffentlicht, der im deutschen Kultur- und Geistesleben Rang und Namen hatte: Hannah Arendt und Adorno z.B., Habermas und Luhmann, aber auch Gehlen und Carl Schmitt. Jetzt gibt es Zweite Lesungen von ausgewählten Texten, z.B. den über Die Schwierigkeit, es ernst zu meinen.

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Kriton

Der platonische Dialog Kriton wurde immer wieder so gelesen als ginge es dort um die Frage, wieviel Loyalität wir dem Staat schulden: man muss sich – so heißt es – den Gesetzen unterwerfen, die auf gesetzliche Weise zustande gekommen sind. Das hat nicht immer gut geendet. Aber wieviel Gehorsam wir dem Staat schulden ist gar nicht das, was wir vom platonischen Kriton lernen können. Stattdessen lernen wir etwas darüber, was es heißt, philosophisch zu leben.

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Nie wieder … Ganz normale Männer!

  • Beitrags-Kategorie:Ethik

Nie wieder Krieg!Nie wieder Faschismus! Das schien klar und konsensfähig und war eine Selbstverpflichtung. Inzwischen sind die Dinge in Bewegung gekommen und selbst zum Gegenstand der politischen Kontroverse geworden. Nie wieder Krieg!? – das wird zur Zeit dann doch „diskutiert“. Und Nie wieder Faschismus! droht zur selbstgerechten Beschimpfung zu verkommen.

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Was hätte ich eigentlich gemacht …

  • Beitrags-Kategorie:Ethik

... ich meine 1989, montags zum Beispiel. Für mich Wessie stellt sich die Frage rückblickend im Konjunktiv. Für damals handlungsfähige DDR-Bürger war es eine echte Frage der Beteiligung: waren sie dabei, haben sie sympathisierend zu- oder lieber doch weggeguckt. Oder waren sie bei denen, die sich damals ein hartes Durchgreifen gegen den konterrevolutionären Mob gewünscht haben. Für mich ist das eine Frage des eigenen Selbstverständnisses.

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