Hippias Minor

Vertraue mir“ säuselt im Dschungelbuch die Schlange Kaa und das endet meist böse. „Follow the Science!“ ist das Programm, das meist nur meint, folge uns, nämlich denen, die es besser wissen, brav und gehorsam. Hippias ist einer jener Großdenker, der viel von sich hält und sich so gebärdet, als wäre es alternativlos, ihm und seiner Wissenschaft zu folgen. Das endet meist im Absurden. Jedenfalls verdankt die philosophische Tradition der platonischen Auseinandersetzung mit ihm, eine grundlegende Unterscheidung. Welche? Das müssen Sie selber rausfinden...

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Protagoras

In der Vorprüfung soll ein Student der Philosophie dereinst nach dem Satz des Protagoras gefragt worden sein. Darauf habe der Studiosus selbstsicher und mit einer gewissen Erleichterung a2 + b2 = c2 geantwortet. Darüber können Philosophen lachen. Hätten Sie, lieber Leser, gewusst, richtig zu antworten? Wenn nicht, dann müssen Sie die richtige Antwort anderweitig herausfinden. Im platonischen Dialog, der dem Sophisten Protagoras gewidmet ist, geht es jedenfalls nicht um seinen vieldiskutierten Satz. Hier geht es um Bildung und um die Frage, was man braucht, um sein Leben gelingend zu führen. Das sind große Fragen, die von Platon allerdings nicht ohne Witz inszeniert werden.

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Gefühlsecht – oder vom wahren Liebhaber

Wer die Gattin im Traum ausschweifende erotische Abenteuer mit einer Kollegin genießt, der begeht wohl keinen Ehebruch. Und die Freundin, die eine Nacht mit dem Zwillingsbruder verbringt? Hätte sie es nicht merken müssen? Und wie wäre das mit einer perfekten, künstlichen Kopie? Nicht erst in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Fake News stellen sich der Menschheit solche Fragen. Gefühlsecht oder künstliche Fälschung – das bewegt die Gemüter schon lange und ist der Gegenstand von lustigen Spielen.

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Das erste Opfer des Krieges…

Die Leitsätze der Kriegspropaganda sind von Sir Arthur Ponsonby 1928 im Rückblick auf die Katastrophe des ersten Weltkriegs aufgestellt worden. Sie waren selbstkritisch und mit Blick auf die britische Propaganda gemeint. Selbstkritik, das haben wir nicht nötig. Und wenn, dann machen wir das still und leise im Rückblick, wenn alles getan und die Toten schon lange ruhen. Propaganda ist ja immer Propaganda des Gegners und dafür kann uns Sir Arthurs Prinzipien schon nützen...

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Abkehr von enttäuschten Hoffnungen

Birk Meinhardt? »Kenn ich nicht?!“ Na der hat z.B. den Beststeller Wie ich meine Zeitung verlor geschrieben. „Ach so, ja. Hab davon gehört. Nee, den kenn ich nicht.“ Das ist ein Fehler, denn er hat Abkehr geschrieben, ein tolles Buch, das so vieles über den Osten, vor allem aber auch über den gesamt- oder großdeutschen Westen erzählt.

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Mose und die Sache der Kunst

Warum malt ein Künstler Moses mit den Gesetzestafeln? Weil es halt ein wichtiges „Ding“ ist? So was malt man halt mal in den alten, abergläubischen Zeiten. Und vielleicht wurde der Künstler einfach gut dafür bezahlt: Der Künstler war jung und brauchte das Geld?!
Aber Valentin de Boulogne (1591-1632), war das nicht einer der „Caravaggio-Schule“ und „Realist“ und überhaupt gar nicht mehr so jung als er das malte? Sie wissen es nicht oder es interessiert Sie nicht im mindesten? Auch gut. Ich glaube schon, es zu wissen. Und wenn Sie es vielleicht doch interessiert, dann finden Sie hier einen Vorschlag. Und wenn Sie es doch besser wissen, dann lassen Sie’s mich bitte wissen …

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Von Äpfeln und anderen bewusstseinserweiternden Mitteln

Vom Baum der Erkenntnis hätte wir nicht essen sollen - es sei denn, wir wollten Menschen werden. Gut nun haben wir die paradiesischen Verhältnisse verloren, aber wir haben andere Früchte gewonnen, die wir genießen sollten. Welche? Rubens zeigt's uns.

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„This disaster was not an accident“

Ein offizieller Untersuchungsbericht hat nun die „schlimmste Katastrophe“ in der Geschichte des britischen Gesundheitssystems aufgedeckt. Premierminister Rishni Sunak spricht von einer „Schande für den britischen Staat“. Und der Bericht zeigt, dass es kein Unfall war, sondern das Ergebnis von systemischen Missständen. Hat aber nichts mit uns zu tun, oder doch?

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