Alternativlosigkeit nachbeten

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Das Wesen der Grundrechte ist jedoch, dass sie gerade in einer Krise gelten müssen. Deswegen heißen sie Grundrechte.“ Das haben wir auf PzZ schon gelegentlich gehört. Heribert Prantl weist darauf immer und immer wieder hin. 

Und auf die Rolle der Medien bei Ihrer „Verteidigung“ und Stärkung. Der Rolle, die ihnen Heribert Prantl zurechnet, werden sie freilich nicht gerecht. Anfänglich hätten sie die Funktion eines „Frühwarnsystems“ übernommen. „Dann sind sie zu sehr zu einem Dauerwarnsystem geworden.“ Statt eine Diskussion über die Maßnahmen und ihre  Alternativen zu ermöglichen, seien sie dazu übergegangen, „die Alternativlosigkeit nachzubeten“. 

Der Kollege, der Heribert Prantl interviewt, schildert selbst Fälle, in denen  Informanten aus Angst vor Diffamierung und Ausgrenzung bitten, nicht genannt zu werden. Der Konformitätsdruck führe zu einer Diskussion „hinter vorgehaltener Hand“, die ihm Sorgen macht. Aber auch das ist wohl ein Grund ihn zu „canceln“. 

Gut, auch wenn er sich wiederholt. Was soll man auch sonst machen?

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