Vom Reim – oder Faust zum Zweiten

Der Reim steht in der modernen Dichtung nicht gerade im besten Ruf. Gerade seine Stärke, seine leichte Eingängigkeit und eingängige Leichtigkeit, macht ihn verdächtig. Er beherrscht die triviale Populärkultur, Kinderreime und Büttenreden, „Popsongs“, Werbung und Aufsag-Gedichte zu Omas Geburtstag, und hat sich aus der „großen“ Dichtung weitgehend verabschiedet. Agar agar – zaurzaurim sagt etwas dazu und führt mich wiederum zum Faust.

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Faust: „Hinaufgeschaut!”

Ich gestehe, dass ich ihn als Schullektüre schon mochte, Goethes Faust. Natürlich glaubte ich ihn besser zu verstehen, wenn nicht als alle anderen dann doch als der Deutschlehrer. Der mochte mich, ich ihn auch, aber eigentlich tat er mir leid. Denn, so meinte ich, der hatte gar keinen echten Zugang zum Faustischen, keinen lebensechten, so wie ich. Was könnte ein gymnasialer Studienrat mit dem zu tun haben, worum es im Faust ging?

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