Faust: „Hinaufgeschaut!”

Ich gestehe, dass ich ihn als Schullektüre schon mochte, Goethes Faust. Natürlich glaubte ich ihn besser zu verstehen, wenn nicht als alle anderen dann doch als der Deutschlehrer. Der mochte mich, ich ihn auch, aber eigentlich tat er mir leid. Denn, so meinte ich, der hatte gar keinen echten Zugang zum Faustischen, keinen lebensechten, so wie ich. Was könnte ein gymnasialer Studienrat mit dem zu tun haben, worum es im Faust ging?

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Melancholie

Traditionell eine der vier Temperamente, die sich aus der Physiologie der Körperkräfte erklären sollten. Von der schwarzer Galle hat sie ihren Namen. Davon sind wir heute etwas abgekommen und doch würden Neurophysiologen wohl…

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Ausnahmezustand

Wir leben im politischen Ausnahmezustand. Grundrechte sind „ausgesetzt“ und eingeschränkt. Zeitweilig, so sagt man, um irgendwann wieder zur (politischen) Normalität zurückkehren zu dürfen. Zeit einmal über den Ausnahmezustand nachzudenken. Einer, der das sehr wirkungsreich tat, war Carl Schmitt (1888-1985). Er ist berühmt und berüchtigt für seine Staatsrechtslehre. Ich hatte ihn bisher nicht gelesen. Das lag wohl auch an seinem unzweifelhaft zweifelhaften Ruf. Jetzt hat mich der Ausnahmezustand doch zu einer Lektüre seiner Schriften geführt.

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Was soll die Aufregung?

Natürlich kann man sich zu Recht darüber aufregen, wenn Flugzeuge nicht ihr Ziel erreichen. Internationales Recht zu brechen ist nicht nett. Minsk ist vielleicht eine schöne Stadt, aber ich wäre…

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