Ovids Metamorphosen I: Ein altes Ehepaar ringt mit sich selbst

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Man kennt sich nur zu gut. Vor allem kennt man die Schwäche und scheint fast vergessen zu haben, was man geliebt hat. Das heißt nicht, dass alte Ehepaare sich nicht weiterhin lieben. Die Liebe hat sich verwandelt, sie hat sich entzaubert und wurde hellsichtig. Er hat mal wieder über die Stränge geschlagen. Natürlich weiß er, dass alles rauskommt. Aber er bemüht sich so gut er kann, es zu vertuschen. Das ist er ihr schuldig. Sie wiederum weiß, dass sie es nicht verhindern kann, es wird wieder und wieder geschehen. Aber auch sie ist es sich schuldig, es ihm so schwer wie möglich zu machen. Und der Tat muss Reue und Strafe folgen. Sie muss sich und die ihr zukommende Mächtigkeit zeigen. Das alte Ehepaar, das uns im ersten Buch der Ovidschen Metamorphosen begegnet ist ein göttliches, Jupiter und Juno.

WIR LESEN OVID
Ovid – WikiCommons

Ovids Metamorphosen sind ein lesenswerter Klassiker. Wir lesen Stück für Stück die fünfzehn Bücher in kleinen überschaubaren Abschnitten. Können wir Philosophisches zur Zeit daraus lernen? Finden Sie’s raus und lesen Sie mit! Das geschah bisher.

„Jupiter hatte das Mädchen erblickt…“

Was war geschehen? Ovid verbindet die Vorgänger- mit der Nachfolgerverwandlung durch eine erzählerische Volte. Alle Flussgötter versammeln sich um Peneus, der seine Tochter Daphne vor dem Zugriff Apollons rettete und sie in einen Daphne-Baum, den Lorbeerbaum, verwandelte. Nur ein Flussgott fehlt: Inachos, denn „verborgen in innerster Höhle / Mehrt er durch Tränen die Wasser: er trauert, der Arme, um Io, / Seine verlorene Tochter“.[1] Sie könnte tot sein und er „fürchtet das Schlimmste“. Und Ovid klärt uns umgehend auf, worin dies besteht: „Jupiter hatte das Mädchen erblickt …[2] Es wird also nicht gut enden.

Io wird von Jupiters Nebel umhüllt

Er gibt sich ihr zu erkennen, sie flieht und nun geht bei Ovid alles ganz schnell und dauert nur einen Halbsatz: „der Gott überzog und verdeckte die Lande mit breitem / Dunkel: er hemmte die Flucht des Mädchens und wurde ihr Gatte“.[3] Wir wissen natürlich auch in dieser vernebelnden Übersetzung, was im dunstigen Nebel der Verschleierung geschah.

Wissen wir es wirklich? Ja, schon. Zeus fiel über sie her – könnte man das so sagen? Er vergewaltigte sie. Doch, das klingt ziemlich plausibel. Michael von Albrecht übersetzt rapuitque pudorem mit „und raubte ihr die Ehre“. Auch das kann im Deutschen peinlich klingen.[4] Ist mit Ehre die „Unschuld“ gemeint? – auch diese Übersetzung findet sich gelegentlich; aber kann „man“ die nicht auch anders „verlieren“.

Juno entdeckt Jupiter mit Io

Von „Ehre“, pudor, ist auch bei einer wegweisenden Entscheidung die Rede, die Jupiter in Folge seines Gewaltakts treffen muss. Juno schöpft sofort Verdacht als es am hellichten Tag plötzlich Nacht wird. Sie kennt die Schliche Jupiters und hatte ihn schon zu oft „bei heimlicher Liebe“ ertappt.[5] Sie ahnt neuerlichen verletzenden Betrug.[6] Also lässt sie die Nebelschleier lüften und findet ihren Mann bei einer wunderschönen Kuh. Jupiter hatte, das Kommen Junos ahnend, Io in eine Kuh verwandelt. Und nun beginnt das Ringen um Enthüllung und Verschleierung. Sie erbittet arglistig und sich scheinheilig verstellend die schöne Kuh als Geschenk. Es ist die klassische Situation: er weiß, dass sie weiß, das er weiß, das sie weiß …

Ach, was soll er jetzt tun? Sein Lieb zu verschenken ist grausam,
Es zu verweigern verdächtig: die Scham, sie rät zu dem einen, 
Liebe jedoch widerrät, und Liebe, sie hätte gewonnen; 
Wollte er aber der Schwester und Gattin die winzige Gabe, 
Nur eine Färse, verweigern, man würde der Färse mißtrauen!
[7]

Färse, diese etwas sperrige Übersetzung (von vacca), hat eine Spitze: eine Färse ist nämlich eine geschlechtsreife Kuh, die noch nicht gekalbt hat.[8] Die verwandelte Io wird als Gabe, munus, erbeten – oder sollen wir sagen: „gefordert“. Munus ist nicht einfach ein kleines Geschenk, es ist eine Opfergabe, ein Lösegeld, etwas, das man pflichtschuldigst zu begleichen hat. Er fürchtet die schimpfliche Bloßstellung und opfert Io der Juno. Pudor, Scham oder Ehrgefühl oder was genau?, obsiegt bei Jupiter über amor. Er wählt die „grausame“ Auslieferung (crudelis), um sich nicht „verdächtig“ (suspectus) zu machen.

Aber das Ringen ist noch nicht vorbei. Juno weiß, dass mit der erzwungenen Opfergabe noch kein ehelicher Frieden eingekehrt ist. Nun wird das Ringen delegiert. Juno bringt ihre Entschädigung in Sicherheit und will Io vor dem neuerlichen Zugriff Jupiters geschützt sehen. Sie übergibt sie an Argos, den hundertäugigen Riesen, der über sie wachen soll. Er ist etwas einfältig, aber stark und loyal, überblickt alles und fällt nie in völligen Schlaf: während einige Augen sich schlummernd schließen, wacht er mit den anderen weiter. Dem treuherzigen Riesen stellt Jupiter den verschlagenen Merkur entgegen. Er soll die schöne Kuh stehlen und ihm zurückbringen.

Ars nova – die neue Kunst

Argus bewacht die verwandelte Io

Schnell gewinnt der schlaue Merkur das Zutrauen des Wächter-Riesens. Vor allem von Merkurs Flötenspiel fühlt sich Argus angezogen. Aber Merkur gelingt es zunächst nicht, alle hundert Augen sich schlafend schließen zu lassen. Aber dann kommt eine Ovidische Wende, die uns erstaunt die Augen reiben lässt. Argus fragt nach der Herkunft der Flöte und Merkur beginnt zu erzählen: von einem Gott, der einer schönen, begehrenswerten Nymphe nachstellt, die dem aber nichts abgewinnen kann: „Der ortygischen Göttin [Diana] / war sie als Jungfrau ergeben; und schritt sie gegürtet, Diana / Ähnlich, man mochte sich irren, sie gar für Latonia halten“. Sie flieht vor dem Gott und wird schließlich bevor er sich ihrer bemächtigen kann verwandelt. Nein, nicht in einen Lorbeerbaum und Merkur erzählt auch nicht die Geschichte von Apollon und Daphne. Es ist ein Remake, die gleiche Geschichte mit anderen Protagonisten. Der Gott ist nun Pan und die Nymphe heißt Syrinx und wird durch die Schwestern, die „Nymphen der Wellen“ in ein Schilfrohr verwandelt:

Und als Pan schon glaubte, nun habe er Syrinx ergriffen,
Hielt er an Stelle des Körpers der Nymphe nur Schilfrohr in Händen.
Doch wie er tief aufseufzte, bewegte sein Atem die Halme,
Und es erscholl eine zarte Musik, einer Klage vergleichbar.
[9]

Die Flöte war in die Welt gekommen. Das alles hätte Merkur dem Argus erzählen können, aber es kam nicht mehr dazu. Die Erzählung bricht plötzlich ab:

Und als sie [Syrinx] vom Hügel Lycaeus
Niederstieg, erblickte sie Pan – sein Haupt war mit spitzen
Fichten nadeln geziert –, und er sagte …

Aber Merkur sagt nicht mehr, was „er [Pan] sagte“. Er braucht es nicht mehr. Argus war nämlich eingeschlafen:

Als der Cyllenier [Merkur, er kommt aus Cyllene] dies zu erzählen gedachte [!], da sah er
Sämtliche Augen des Argus geschlossen, dem Schlafe erlegen.[10]

Ovid übernimmt, was Merkur auslassen kann: „übrig blieb noch die Worte anzuführen und zu berichten, wie die Nymphe…“ schließlich verwandelt wurde. Ovid erzählt die Geschichte mit dem erstaunlichen und wachrüttelnden Perspektivenwechsel, damit wir Leser im Bilde sind, worum es eigentlich geht, und dieser Verwandlung etwas Neues abgewinnen können. Er nimmt uns aus der Merkur-Geschichte heraus und in seine hinein. Er macht uns zum Teilnehmer seiner neuen Kunst. Die spannende aitiologische Frage des Argus, deren so viele uns in den Metamorphosen begegnen – warum z.B. quaken die Frösche[11] – wird zur langweilig einschläfernden Wiederholung einer alten Geschichte.

Die „arte nova“, „die neue Kunst“, die den Gott betört[12] – und Ovid auf seine Weise zum Programm erhebt – derer wird anders als wir Leser der einfältige Riese nicht mehr gewahr. Er bleibt in der einschläfernden Wiederholung gefangen. Merkur wird ihn köpfen und Io rauben.

Die Besänftigung Junos

Juno lässt wutentbrannt ihren glühenden Zorn der Io als „schauerliche Erynie“ vors innere Auge setzen und gibt ihr den psychischen Stachel der ständigen Verfolgungsangst ein. Io jagt durch die eigenen Ängste geplagt durch die Welt und wird erst erlöst, als Jupiter seine Frau um Vergebung bittet. Er umwirbt und umschmeichelt sie und gibt ihr einen heiligen Eid:

Laß inskünftig die Angst! Sie wird dir nimmermehr solche
Kränkung bereiten.
[13]

Das „besänftigt“ Juno und Io bekommt im fernen Ägypten ihre alte Gestalt wieder. Juno lässt sich um willen der ehelichen Gemeinschaft erweichen. Sie weiß die verschleiernde Versicherung richtig zu deuten, müsste er ihr doch eigentlich versichern, dass er ihr mit seinem Begehren nach Io keine Kränkung mehr bereiten wird. Und natürlich weiß sie, dass der Io andere schöne Töchter folgen werden, mit denen Jupiter ihr eine „Ursache des Kummers“ (causa doloris) sein wird.

Die Besänftigung ihres Zorns und eine Beschränkung seines Strebens. Das alte Paar kann nicht ohne einander. Sie gehören zusammen – auch wenn sie sich streiten und sich gegeneinander behaupten. Jupiter beschwichtigt und wird immer wieder entlarvt. Er will seine „Ehre“ retten und wird zugleich bloßgestellt. Juno, die Göttin der ehelichen Bindung hat sich in ihrer Kraft gezeigt. Sie ist die Herrschaft der sittlichen Ordnung. Im Paris-Urteil bietet sie ihm die Herrschaft über die Welt und zwar einer geordneten, gesitteten Welt, die die Wildheit ungehemmter Kräfte hinter sich lässt. Sie stellt sich gegen die tobenden Elemente der Leidenschaft und des unsittlichen Begehrens und gibt ihnen eine Form. Diese Form braucht auch Jupiter. Er kann sich von Juno nicht trennen ohne seine Ordnungsmacht zu verlieren und in einen chaotischen Kampf der Kräfte zurückzufallen – gleichsam eine Deomachie als Titanomachie 2.0.

Scham

Scheu und Scham flüchten sich auf den Olymp

Für diese Bindung an eine ursprüngliche Kraft des Sittlichen steht die ehrfürchtige Scham (pudor). Scham oder Scheu (αἰδώς) ist für die frühen Griechen ein Grundphänomen des Sittlichen und steht für die Ausrichtung des eigenen Strebens an den als verbindlichen und ehrenvoll geltenden Idealen. αἰδώς ist so etwas wie der Sinn fürs rechte Maß, dem man sich verpflichtet weiß. Diesem Maß sieht sich auf Jupiter verpflichtet und diese Verpflichtung macht seine Ehre aus. Und sittliches, besonnenes Handeln wird durch eine Scheu bestimmt, etwas zu tun, was hässlich ist (αἰσχρόν). Wenn pudor ihn also zur Aufgabe der libidinösen Bindung an Io (und all die anderen) führt, dann liegt darin die Anerkennung einer sittlichen Ordnung, die seine Ehre ausmacht.

Das bedeutet freilich nicht, dass wir uns nur für das Schämen, was wir tun. Das würde Scham (αἰδώς, pudor) auf so etwas wie das Gewissen reduzieren. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der zunächst etwas irritierenden Rede vom „Raub der Ehre“ (rapuit pudorem), der Io geschieht? Und der „Raub der Ehre“ ist der Grund ihres Elends, für das sie sich schämt. Scham kennen nicht nur die Täter, sondern nicht zuletzt die Opfer.

Man schämt sich vor jemanden wegen etwas: sie ist ein soziales, im gegenseitigen Ansprechen begründetes Phänomen. Sartre geht soweit, dass es für das einsame Ich keine Scham geben kann. Wie Personen immer im Plural „sind“, so setzt auch die Scham eine Sinngemeinschaft voraus. Sich-Schämen ist anzuerkennen, dass man so erbärmlich ist, wie die Anderen uns sehen.[14]

Tiere schämen sich nicht, sie sind zur Scham nicht fähig. Und weil sie keine Scham kennen, können sie auch nicht schamlos sein – sie sind jenseits von gut und böse. Sie sind nicht verstehend auf Sinn ausgerichtet, haben keine Ideale und kennen folglich auch keine Ehrfurcht oder sittliche Achtung. Sie leben in keiner Sinngemeinschaft und haben keine Welt. Nur Personen, die sich als solche ansprechen und anerkennen, haben eine Welt in der sie sich zu sich und anderen verhalten.

Wir schämen uns vor anderen (oder mit Blick auf sie) für das, was wir getan haben und das was wir sind! Wir kennen die stumme Scham von Betrugsopfern, die um einen Teil ihres mühsam angesparten Vermögens betrogen wurden. Es ist ihnen peinlich, sie schämen sich, dass sie so blöd waren, den Gaunern zu vertrauen. Das belastet die Opfer, die sich lebenserfahren glaubten, z.T. mehr als der materielle Verlust.

Grausamer noch ist die Scham von Vergewaltigungsopfern. Sie wurden auf ihr körperliches Dasein reduziert. Liebe ist traditionell die Reinform personaler Anerkennung, nämlich den Anderen als personales „Gegenüber“, seine Selbstbestimmung und sein Wohlergehen um seiner selbst willen zu wollen. Zur geschlechtlichen Liebe gehört körperliche Nähe und Intimität oder in traditioneller Metaphorik gesprochen, das körperliche Sich-Vereinen, Sich-aufeinander-Einlassen. Wird das durch körperliche oder psychische Gewalt herbeizuführen versucht, wird die personale Freiheit und Selbstbestimmung der anderen Person geleugnet.

Wenn Jupiter im verschleiernden Nebel über Io kommt und sich ihrer bemächtigt, dann raubt er ihr die personale Freiheit und reduziert sie auf das Dasein eines rechtlosen, körperlichen Lebewesens oder eines „gefügigen Dings“. Er nimmt ihr die Fähigkeit, zu handeln (und ihre eigene Ehre durch ehrenvolles Handeln zu bewahren). Sie ist ihm ausgeliefert.[15]

Ihr wird die Ehre der personalen Existenz geraubt und ihre personale Existenz reagiert darauf mit Scham. Es ist ein Wesenszug von sittlicher Scham (αἰδώς, pudor), dass Personen es vermögen, sich noch ehrfürchtig auf das sittliche Maß zu beziehen, wenn sie maßlos behandelt wurden. Reduziert auf ihr Dasein als rechtlosen Lebewesen oder „gefügiges Ding“ zeigt sich in der Scham der Aufstand gegen die Unsittlichkeit des Zugestoßenen. Man schämt sich das zu sein, was man ist. Das gilt auch für die Fälle, wo wir es hassen uns so zu zeigen, dass unsere animalische Körperlichkeit in den Vordergrund tritt und das Selbstverständnis beeinflussen kann. In vielen Kulturen gehört dazu die Nacktheit oder Körperfunktionen der Verdauung oder der Libido, die uns auf chemisch-physikalische Prozesse zu reduzieren scheinen. Unsere Scham zeigt, dass wir nicht sind, was wir scheinen.

Demnächst

Und wieder geht’s um die Ehre: da kommt einer ins Zweifeln über die eigene Herkunft und am Ende verbrennt dabei fast die Welt. Es geht um den Sonnenwagen, den ein Sohn des Sonnengottes zu steuern versucht. Auch da ahnen wir den Ausgang, aber wir wollen ja nicht spoilern

[1] I 583ff.: imoque reconditus antro / fletibus auget aquas natamque miserrimus Io, / Luget

[2] I 588: Viderat …Iuppiter illam

[3] I 599: cum deus inductas lata caligine terras / occuluit tenuitque fugam rapuitque pudorem.

[4] Von den Schwierigkeiten des Ausdrucks über solche Sachen kann Tocotronic ein Lied singen: Über Sex kann man nur in Englisch singen, allzu leicht, kann’s im Deutschen peinlich klingen: https://www.youtube.com/watch?v=YDNvUcUrXiE

[5] I 606: nosset furta mariti

[6] I 607f.: aut ego fallor aut ego laedor

[7] I 617ff.: quid faciat? crudele suos addicere (!) amores, / non dare suspectum est: pudor est, qui suadeat illinc, / hinc dissuadet amor. victus pudor esset amores, / sed, leve si munus sociae generisque torique / vacca negaretur, poterat non vacca videri.

[8] Färse wäre vielleicht – was weiß ich denn? – besser für iuvenca (wie in I 611) eingesetzt (was junges Mädchen/Jungfrau und junge Kuh heißen kann). Ovid verwendet auch bos (I 612) und schließlich vacca.

[9] I 605ff.: Panaque, cum prensam sibi iam Syringa putaret, / dorpore pro nymphae calamos tenuisse palustres, / dumque ibi suspirat, motos in harundine ventos / effecisse sonum enuem similemque querenti

[10] I 713f.: talia dicturus vidit Cyllenius omnes / succubuisse oculos adopertaque lumina somno. Ganz nebenbei: die Formulierung zeigt wieder die wunderbare lateinische Prägnanz der Ovidschen Poesie!

[11] Nach VI 313-381 wurden aufmüpfige Bauern von Latona in Frösche verwandelt und Ovid lässt die Verwandlung lautmalerisch anklingen: quamvis sint sub aqua, sub aqua maledicere temptant

[12] I 709.: arte nova vocisque deum dulcedine captum (der Gott, gebannt durch die neue Kunst und die Lieblichkeit des Klanges)

[13] I 735ff.: in que futurum / pone metus, inquit, numquam tibi causa doloris / haec erit

[14] Siehe dazu die starken phänomenologischen Betrachtungen zur Scham in Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts, Versuch einer phänomenologischen Ontologie, 1962. S. 299ff.

[15] Diese Formulierung verdanke ich dem „Historiker“, der das in einer Mail so auf den Punkt gebracht hat.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. PzZ

    Ein Leser hat mich auf die Oper Isis von Jean-Baptiste Lully (1632-1687) verwiesen. Ich kannte bisher weder die Oper noch den Komponisten – was sträflich ist angesichts seines Geburtstags, den er mit Engels teilt ;-). Der Titel erklärt sich daraus, dass Io zurück verwandelt in Ägypten als Göttin Isis verehrt wird. Die Oper finden Sie auch bei auch bei Spotify: https://open.spotify.com/album/3jSsSYB8luKoafsWyPxFLh?si=Unp0i7IjR0GbymqgoZ7yvw&nd=1

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